Set und Setting — warum die Umstände mitwirken
Entwurf · ungeprüftBei manchen Klassen verschieben die Umstände den Verlauf stärker als die Menge. Bei anderen fast gar nicht. Der Unterschied ist praktisch nutzbar.
Die drei Größen
Der Begriff stammt von Norman Zinberg und teilt auf, was auf einen Verlauf einwirkt: die Substanz mit ihrer Menge, das Set — Erwartung, Stimmung, Vorgeschichte, Schlaf, ungelöste Konflikte — und das Setting, also Ort, Menschen, Lautstärke, Licht, ob man weg kann, ob jemand Nüchternes da ist. Die Substanz ist der am besten untersuchte Teil und in der Praxis oft nicht der ausschlaggebende.
Wo es viel und wo es wenig ausmacht
Das ist der Teil, der meist unterschlagen wird: Set und Setting sind kein Universalprinzip.
Dieselbe Menge kann in verschiedenen Situationen zu vollkommen verschiedenen Erfahrungen führen. Hier ist es keine Randbedingung, sondern die Hauptvariable.
Umgebung und Stimmung entscheiden häufig darüber, ob ein Verlauf in Richtung Nähe oder in Richtung Angst kippt.
Auf die Erfahrung ja. Auf die körperliche Gefahr — Lage, Schutzreflexe — nicht. Ein guter Ort ersetzt keine Seitenlage.
Atemdepression und Kreislaufbelastung sind Pharmakologie. Sie interessiert nicht, wie die Stimmung war. Wer hier auf gutes Setting setzt statt auf die Menge, setzt auf das Falsche.
Was sich daraus praktisch ergibt
Nichts Wichtiges für danach planen. Termindruck ist Teil des Sets.
Nicht bei akuter Belastung, Schlafmangel oder ungelösten Konflikten.
Klären, wer nüchtern bleibt — und dass diese Person das auch weiß.
Den Ort vorher ansehen. Wo kann man hin, wenn es zu viel wird?
Ortswechsel ist das wirksamste Werkzeug, das zur Verfügung steht.
Musik, Licht und Menschenmenge sind Stellschrauben, keine Naturgegebenheiten.
Frische Luft und Hinsetzen drehen mehr, als man ihnen zutraut.
Ein schwieriger Abschnitt ist kein Grund nachzulegen — er ist ein Grund, die Umstände zu ändern.
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Was zu tun ist, wenn es trotzdem schwierig wird, steht auf einer eigenen Seite.
Belege
Keine Werbung, keine Konten, keine Messung — und deshalb keine anderen Einnahmen.