Cannabinoide
Wirken am körpereigenen Cannabinoidsystem. Die Aufnahmeform entscheidet hier stärker über den Verlauf als die Menge.
THC, CBD, synthetische Cannabinoide
Was diese Klasse tut
THC wirkt als Teilagonist am CB1-Rezeptor. Synthetische Cannabinoide wirken am selben Rezeptor, aber als volle Agonisten und um ein Vielfaches stärker — sie sind pharmakologisch verwandt und im Risiko eine andere Klasse. Schwere Verläufe und Todesfälle stammen fast ausschließlich von ihnen.
Was hier immer wieder schiefgeht
Das Muster der Klasse — es gilt auch für Substanzen, die hier noch keine eigene Seite haben.
Der Wirkeintritt dauert 30 bis 120 Minuten und die Wirkung hält vielfach länger an. Nachlegen, weil noch nichts passiert, ist die häufigste Ursache für schwere Verläufe bei Cannabis.
Hinsetzen, kühl, etwas trinken, warten. Der Kreislauf ist dabei belastet — bei bestehender Herzerkrankung ist das kein Nebenschauplatz.
Sie sind nicht sichtbar von Pflanzenmaterial zu unterscheiden, wenn sie darauf aufgebracht sind, und die wirksame Menge liegt um Größenordnungen niedriger.
Das Cannabinoid-Hyperemesis-Syndrom wird regelmäßig als Magen-Darm-Erkrankung fehlgedeutet. Heiße Duschen helfen kurzfristig, aufhören hilft dauerhaft.
Die Kombinationsregel der Klasse
Mit Psychedelika kann der Verlauf unvorhersehbar in Richtung Angst kippen — eine der häufigsten Ursachen für schwierige Verläufe überhaupt. Mit Depressiva und Dissoziativa treten Übelkeit, Kreislaufprobleme und Desorientierung deutlich häufiger auf als bei einem der beiden allein.
Toleranz
Baut bei regelmäßigem Konsum deutlich auf und bildet sich über Wochen zurück. Der Entzug ist unangenehm — Schlaf, Reizbarkeit, Appetit — aber nicht gefährlich.
Substanzen dieser Klasse
Belegte Kombinationen mit dieser Klasse
Verlinkt ist, was als gefährlich eingestuft ist — diese Kombinationen haben eine eigene Seite. Alles Übrige beantwortet der Prüfer.
Belege
Keine Werbung, keine Konten, keine Messung — und deshalb keine anderen Einnahmen.