Wenn es schwierig wird — was hilft
Entwurf · ungeprüftAngst, Kontrollverlust, das Gefühl, es hört nie auf. In aller Regel vorübergehend und ohne Rettungsdienst zu bewältigen — solange man weiß, wo die Grenze zum Notfall liegt.
Das Wichtigste zuerst
Den Ort wechseln. Weg von Menge, Lautstärke und Licht. Das allein dreht mehr Verläufe als alles andere.
Hinsetzen oder hinlegen, langsam atmen. Vier Sekunden ein, sechs aus.
Jemand Nüchternes, der einfach dableibt und nichts weiter tut.
Kurze, einfache Sätze. „Du hast etwas genommen. Es geht vorbei. Ich bleibe da.“
Etwas trinken, etwas essen, wenn es geht.
Diskutieren oder widersprechen. Niemand argumentiert sich aus einem Zustand heraus.
Festhalten. Das macht aus Angst Panik.
„Beruhige dich.“ Das hat noch nie jemanden beruhigt.
Nachlegen — auch nicht Alkohol, auch nicht Cannabis, auch nicht „nur zum Runterkommen“.
Alleinlassen, um Hilfe zu holen. Erst jemanden dazuholen, dann weggehen.
Warum es vorbeigeht
Angst und Kontrollverlust sind bei Psychedelika und Cannabis unangenehm, aber in aller Regel selbstbegrenzend: sie enden, wenn die Substanz nachlässt. Das ist keine Beschwichtigung, sondern der praktisch wichtigste Satz — die Angst dreht sich fast immer um die Vorstellung, dass es nicht aufhört. Ein Blick auf die Uhr und die Wirkdauer der Substanz ist deshalb oft die wirksamste Auskunft, die man geben kann.
Wo die Grenze zum Notfall liegt
Bei einem dieser Zeichen ist es kein schwieriger Verlauf mehr, sondern ein Notfall — 144 (AT) oder 112 (EU): Krampfanfall · Bewusstlosigkeit oder fehlende Ansprechbarkeit · flache, unregelmäßige oder aussetzende Atmung · blaue Lippen · sehr hohe Körpertemperatur, heiße trockene Haut · Brustschmerz · anhaltendes Erbrechen · unmittelbare Selbst- oder Fremdgefährdung. Im Zweifel anrufen. Ein Anruf, der sich als unnötig herausstellt, kostet nichts.
Wenn ihr anruft
Was die Leitstelle braucht. Nichts beschönigen — die Auskunft entscheidet über die Behandlung, und der Rettungsdienst ist nicht die Polizei.
Wo ihr seid. Zuerst und so genau wie möglich.
Was genommen wurde, wie viel und wann. Wenn ihr es nicht sicher wisst: sagen, was ihr vermutet.
Wie alt die Person ist und wie ihr Zustand ist — ansprechbar, atmet sie, ist sie wach.
Ob Vorerkrankungen oder Medikamente bekannt sind.
Nicht auflegen, bevor die Leitstelle es sagt. Sie leitet an, bis jemand da ist.
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Substanzspezifische Warnzeichen stehen jeweils auf der Substanzseite.
Belege
Keine Werbung, keine Konten, keine Messung — und deshalb keine anderen Einnahmen.