Abmessen und verdünnen
Eine Menge, die feststeht, in etwas umrechnen, das sich messen lässt. Das Werkzeug rechnet Milligramm in Milliliter um — es schlägt keine Menge vor und kennt keine.
Es ist kein Dosisrechner. Die gewünschte Menge ist etwas, das du einträgst — sie kommt nicht heraus. Ob sie sinnvoll ist, steht hier nicht und lässt sich auch nicht ausrechnen: Gewicht, Toleranz, Vormedikation und Reinheit verschieben jede Angabe. Was die Dosistabellen auf den Substanzseiten leisten und was nicht, steht unter Wie wir einstufen.
Warum eine Waage hier nicht reicht
Eine Feinwaage mit 0,01 g Anzeige wiegt nicht auf 0,01 g genau. Die Abweichung liegt üblicherweise bei etwa 0,02 g — und Anzeige ist nicht Genauigkeit. Was das für kleine Mengen heißt:
Gerechnet mit ± 0,02 g. Deshalb wird unterhalb von etwa 50 mg nicht gewogen, sondern aufgelöst: eine größere, gut wiegbare Menge in eine bekannte Flüssigkeitsmenge, und dann Milliliter abmessen. Eine 1-ml-Spritze misst zuverlässiger als jede Haushaltswaage.
Auflösen und abmessen
Die Reinheit bleibt leer, wenn sie nicht aus einer Analyse stammt. Eine geschätzte Reinheit macht das Ergebnis nicht genauer, sondern nur genauer aussehend — und das ist der schlechtere Fehler. Wo sich Substanzen prüfen lassen, steht unter Drugchecking.
Eine Einheit aufteilen
Für Tabletten, Kapseln und Papiere: welcher Anteil einer Einheit die gewünschte Menge ergibt.
Was beim Auflösen zu beachten ist
Wasser löst manche Stoffe gut, andere kaum und wieder andere gar nicht. Was sich nicht löst, setzt sich ab — und dann enthält der erste Milliliter fast nichts und der letzte alles. Sichtbare Rückstände heißen: so nicht.
Menge, Flüssigkeit, Datum. Eine unbeschriftete Flasche im Kühlschrank ist der Ausgangspunkt einer eigenen Sorte Unfall — und nicht nur für die Person, die sie angesetzt hat.
Wässrige Lösungen verkeimen. Kühl, dunkel und nicht wochenlang; bei Trübung oder Flocken wegschütten. Alkohol als Lösungsmittel hält länger und bringt eigene Wechselwirkungen mit.
Auch wenn es gelöst aussah. Der Aufwand ist eine Sekunde, der Fehler ohne ihn ist ungleich verteilt.
Eine 1-ml- oder 2-ml-Einwegspritze aus der Apotheke misst kleine Mengen zuverlässig. Tropfen sind kein Maß: die Tropfengröße hängt von der Flüssigkeit und vom Gefäß ab und schwankt um mehr als die Hälfte.
Ein genau abgemessener Milliliter einer Substanz, deren Reinheit unbekannt ist, ist genau abgemessen und trotzdem unbekannt. Das Werkzeug beseitigt einen Fehler — den beim Abmessen —, und keinen der übrigen. Was sonst noch zählt, steht auf den Substanzseiten, in der Matrix und unter Zustände.
Keine Werbung, keine Konten, keine Messung — und deshalb keine anderen Einnahmen.