Naloxon — das Gegenmittel bei Opioiden
Entwurf · ungeprüftHebt eine Opioid-Überdosis innerhalb von Minuten auf. Es ist das einzige Gegenmittel, das es in diesem Feld gibt — und das einzige, das jemand ohne Ausbildung anwenden kann.
Die Wirkung hält etwa 30 bis 90 Minuten. Viele Opioide wirken deutlich länger. Das heißt: die Person kann erneut in die Atemdepression fallen, nachdem es ihr schon besser ging. Immer 144 (AT) oder 112 (EU) rufen, auch wenn Naloxon gewirkt hat.
Was es tut
Naloxon verdrängt Opioide vom Rezeptor und hebt damit ihre Wirkung auf — vor allem die Atemdepression, an der eine Opioid-Überdosis tödlich verläuft. Es wirkt innerhalb von zwei bis fünf Minuten. Es gibt es als Nasenspray und als Spritze zur Injektion in den Muskel; das Nasenspray ist für Laien gedacht und braucht keine Übung.
Was zu wissen ist, bevor man es braucht
Bei Alkohol, Benzodiazepinen, GHB, Stimulanzien oder Ketamin tut es nichts. Bei einer Mischvergiftung hebt es den Opioid-Anteil auf und den Rest nicht — das kann trotzdem den Unterschied machen.
Wenn unklar ist, ob ein Opioid beteiligt war, spricht nichts dagegen, es zu geben. Bei jemandem ohne Opioide im Körper passiert praktisch nichts. Bei jemandem mit Opioiden entscheidet es über Leben und Tod.
Unruhe, Übelkeit, Schwitzen, manchmal Aggression — direkt nach der Gabe. Das ist kein Fehler und kein Zeichen für eine falsche Anwendung, sondern die erwartbare Reaktion. Wichtig: die Person nicht allein lassen, wenn sie in diesem Zustand weggeht.
Wenn sich nach zwei bis drei Minuten nichts tut: zweite Dosis, ins andere Nasenloch. Bis der Rettungsdienst da ist, weiter beatmen oder Herzdruckmassage, je nach Zustand.
Im Notfall
Ansprechen, rütteln. Keine Reaktion?
Notruf 144 oder 112. Sagen, dass es um eine mögliche Opioid-Überdosis geht.
Naloxon geben — Nasenspray in ein Nasenloch, ganz entleeren.
Stabile Seitenlage, wenn die Person atmet. Atmet sie nicht: Rücken, Herzdruckmassage.
Dabeibleiben. Nach 30 bis 90 Minuten kann die Wirkung nachlassen.
Woher man es bekommt
Take-Home-Programme über niedrigschwellige Einrichtungen und Suchtberatungsstellen sind der übliche Weg; die Bedingungen unterscheiden sich je Land. Die konkreten Bezugswege stehen auf den Länderseiten — Österreich, Deutschland, Schweiz —, wo sie einmal gepflegt werden statt dreimal.
[BEZUGSWEGE JE LAND DORT EINSETZEN — mit Stand-Datum, nicht aus dem Gedächtnis]
Weiterlesen
Warum der Toleranzverlust nach einer Pause der häufigste Weg in eine tödliche Überdosis ist, steht auf der Klassenseite.
Belege
Keine Werbung, keine Konten, keine Messung — und deshalb keine anderen Einnahmen.